Die Geschichte des HSG Ball


Wann genau der erste Hochschulball durchgeführt wurde, lässt sich leider nicht eruieren. Allerdings wird in den Hochschulnachrichten 1936 bereits von einem traditionellen Hochschulball gesprochen. Man kann also davon ausgehen, dass er mindestens seit den 1930er Jahren existiert.
Bis 1996 wurde der Universitätsball an den Dies Academicus gegliedert, danach wurden das Unifest und der Uniball in einem neuen Konzept getrennt voneinander durchgeführt.
Kleiner Hinweis für jene, welche sich durch alle vergangenen dokumentierten Bälle klicken: In einer ersten Etappe wurde der Ball als Hochschulball bezeichnet. Nach dem Eklat im Jahre 1995 wurde der Ball ab 1996 kurzerhand in Uniball umbenannt. Nach einer längeren Pause und mit erfolgreichem Relaunch wurde der Ball ab 2011 als HSG Ball bezeichnet.

1952
Mai 10

Hochschulball 1952

Hochschulball 1952

Die Tombolapreise werden immer mehr: 1952 wird eine Vespa an den Hauptgewinner verlost. Eine Schiessbude und ein Tanzwettbewerb laden die Ballgäste ein, selber aktiv am Ballgeschehen teil zu nehmen und ihr Glück/Können unter Beweis zu stellen.

1951
Mai 19

Hochschulball 1951

Hochschulball 1951

Erstmals wird ein Motto eingeführt: «Und wenn das Here hundert Tore hätte, wie Theben, so lasset die Freude herein zu allen hundert Toren». Ein Ballonblaswettbewerb lädt zu einer Honorierung der grössten Ballone, morgens in aller Früh wird eine Mehlsuppe im Bahnhof verspiesen. Weiter gilt das grosse Funkorchester von Radio Vorarlberg unter Leitung des berühmten Konzertmeisters H. Moltkau als Geheimtipp.

1950
Mai 13

Hochschulball 1950

Hochschulball 1950

Auffallend viel französisches Textmaterial ist im Ballführer aus dem Jahr 1950 zu finden. Französisch gilt als chic und die Tonhalle gibt dem Ball das gewisse Flair. Das grosse Ballorchester Berth Grellmann, das Hot Ensemle New Orleans Stompers, die Ländlerkapelle Edelweiss und der Barpianist Freddy Zimmermann.

1949
Mai 14

Hochschulball 1949

Hochschulball 1949

Zum 50igsten Jubiläum der Universität mit dem Ehrenpatronat von Herrn Stadtammann Dr. Anderegg werden neue Programmpunkte in den traditionsreichen Anlass eingeführt: Solotänzer Margrit Stauber und Willy Preisig beehren mit einer Tanzshow, ein Mitternachtskabarett mit anschliessender Polonaise erhöhen den Spassfaktor und die Champagnerbar lockt als Durstlöscher.

1948
Mai 29

Hochschulball 1948

Hochschulball 1948

Mit einer Geschicklichkeitsprüfung (inkl. Startnummer) ringen fünf Konkurrenten um den Preis einer Flasche Cognac. Im Ballführer wird die Knigge für Ballbesucher erläutert: «Damen gebührt stets der Vortritt; bewege Dich also, falls Du ein Herr bist, mit angeborener Bescheidenheit im Kielwasser deiner Damen, auch wenn es gilt, nach einem heissumkämpften Tisch Ausschau zu halten.» Weil die Kniggeerläuterungen so charmant sind, hier gleich noch ein weiteres Prachtexemplar aus dem Ballführer: «Sollte dir Deine Dame in der Hitze des Wortgefechts abhanden kommen, vielmehr von einem sich meuchlings einschleichenden Kavalier entführt werden, so sei bei ihrer Rückkehr diesem grossherzigem Kavalier nicht etwa dankbar für seine Aufmerksamkeit, sondern setze eine Miene auf, die der einer sauren Gurke an einem Gewitterabend gleicht.»

1947
Mai 31

Hochschulball 1947

Hochschulball 1947

Das Konzept des Hochschulballs 1947 knüpft eng an das vorhergehende an. Ehrenpatronat hat diesmal Landamann Dr. A. Roemer und die vier Orchester wurden mit neuen Musikgrupen besetzt. Besonders Lothar Löffler und die Ländlerkapelle schien den Gästen zu gefallen.

1946
Mai 18

Hochschulball 1946

Hochschulball 1946

1946 wird das Ehrenpatronat eingeführt, welches bei diesem Ball von Bundespräsident Dr. Karl Kobelt betitelt wird. Mit Programmheften und darin enthaltenen Nachthoroskopen für die einzelnen Sternzeichen locken eine Schiessbude und vier Orchester an den diesjährigen Hochschulball. Auch Jazz kam mit dem bekannten Schweizer Jazzmusiker Rio de Gregori zum Zuge.

1945
Mai 26

Hochschulball 1945

Hochschulball 1945

Die Tonhalle wird als geeignete Räumlichkeit für den traditionellen Ball empfunden. Das Melodies Orchestra begeistert mit klassischen Melodien, Swingmusik lässt auch die letzten stillbleibenden Beine zu Tanzbeine verführen.

1944
Juni 3

Hochschulball 1944

Hochschulball 1944

In der Tonhalle wird 1944 mit der Fred Many’s Band ein würdiger Hochschulball organisiert. Die Swingmusik und die grosse Tombolaverlosung gelten als Highlight unter den Gästen, welche sich in edlen Roben zur Lokalität in St.Gallen begeben.

1943
Januar 1

Hochschulball 1943

An Stelle eines eigentlichen Hochschulballes wird 1943 ein Festabend in den Räumlichkeiten des Stadttheaters St.Gallen durchgeführt. Nach Mitternacht findet in sämtlichen Räumen des Hotel Hechts ein Tanzbetrieb statt.

1942
Mai 5

Hochschulball 1942

Im Mai 1942 wird erstmals seit Kriegsausbruch wieder ein Ball veranstaltet. Es wird überliefert, dass dieser nach dem akademischen Festakt zum Hochschultag am Abend in der Tonhalle ausgetragen wurde.

1941
Januar 1

Hochschulball 1939 – 1941

In den Jahren des zweiten Weltkrieges wird wegen der besonderen Zeitumstände auf den Hochschulball verzichtet. Zudem werden viele Männer für den aktiven Dienst eingezogen, worauf das Publikum wohl in der Anzahl geringer ausgefallen wäre als dies üblich war.

1939
November 11

Hochschulball 1939

Am Tag des Dies Academicus wird der Ball mit einem Fackelzug eröffnet, bevor zahlreiche Herren und Freunde der Universität St.Gallen (damals noch Handelshochschule genannt) auf den Campus strömen. Als Highlights gelten die Produktion der Tanzgruppe von Fräulein Mara Jovanovits. Ein Sketch, der von der Studentenschaft einstudiert wurde, ist in letzter Minute abgeblasen worden.

1938
Januar 1

Hochschulball 1938

Die ersten noch existierenden Archivdokumente stammen aus dem Balljahr 1938. Dazu steht in den Hochschulnachrichten: «Der Hochschulball brachte erfreulicherweise einen kleinen Einnahmeüberschuss. Die Vergnüngskommission hat durch eine vortreffliche Organisation und Durchführung den Abend zu einem festlichen Anlass gestaltet, der der Hochschule alle Ehre macht.»