Die Geschichte des HSG Ball


Wann genau der erste Hochschulball durchgeführt wurde, lässt sich leider nicht eruieren. Allerdings wird in den Hochschulnachrichten 1936 bereits von einem traditionellen Hochschulball gesprochen. Man kann also davon ausgehen, dass er mindestens seit den 1930er Jahren existiert.
Bis 1996 wurde der Universitätsball an den Dies Academicus gegliedert, danach wurden das Unifest und der Uniball in einem neuen Konzept getrennt voneinander durchgeführt.
Kleiner Hinweis für jene, welche sich durch alle vergangenen dokumentierten Bälle klicken: In einer ersten Etappe wurde der Ball als Hochschulball bezeichnet. Nach dem Eklat im Jahre 1995 wurde der Ball ab 1996 kurzerhand in Uniball umbenannt. Nach einer längeren Pause und mit erfolgreichem Relaunch wurde der Ball ab 2011 als HSG Ball bezeichnet.

1972
Juni 17

Hochschulball 1972

Das ausführliche Motto Fiddler on the Roof oder der Geiger auf dem Dach steht für den Hochschulball 1972. An der Spitze der Tombolaliste steht traditionellerweise ein Auto. Dieses Jahr wird ein FIAT 127 verlost. Musikalisch wird auch einiges geboten: Olympia-Band München/Kiel 72, Ambros Seelos und Skorpyons of Jamaica verhelfen zu einer typischen Ballstimmung, einem Fest für Jung und Alt.

1971
Juni 19

Hochschulball 1971

Der Ball 1971 unter Motto “Hänsel sucht Gretel” wird in den Hochschulnachrichten hoch gelobt. So findet ein ausgewogenes, hervorragendes musikalisches Programm die äussert gepflegte Dekoration, Attraktionen und Dienstleistungen in allen Kreisen ein grossartiges Echo. Als Märchennacht gilt dieser Ball schlechthin.

1970
Juni 6

Hochschulball 1970

Mit einer Candle-Light-Party im Vorfeld sollte das Auffinden des gewünschten Partners lediglich eine Frage der Zeit sein. Der Ball wird als Ereignis der Ostschweiz in den Hochschulnachrichten betitelt. So nehmen über 700 Studentenpaare am Ball mit dem Thema Sirocco.

1969
Juni 7

Hochschulball 1969

Hochschulball 1969

Für eine schillernde Atmosphäre sorgte am Ballabend eine Light-Show. Swing und Dixieland wurden vorgetragen, die Tombola beglückte einige Ballgäste. Erstmals wurde die Dekoration externen Partnern überlassen. F – comme femme widerspigelt das Motto im Jahr 1969.

1968
Mai 18

Hochschulball 1968

Hochschulball 1968

Mit dem Motto Flower Power in Anlehnung an die Hippiebewegung wurden während dem Hochschulball Modenschauen präsentiert. Wie das Universitätsarchiv festhalten konnte, war Höhepunkt des Abends der Gastauftritt von Francoise Hardy, der Schlagersängerin und Filmschauspielerin aus Paris, die mit ihren Starallüren – sie kam in einem Rolls-Royce, den ihr Chauffeur demonstrativ in der Parkverbotszone abstellte – ein wenig die Gemüter erhitzte, wie Leserbriefe in der Studierendenzeitschrift «Prisma» belegen.

1967
Mai 20

Hochschulball 1967

Der Ball 1967 teilt sich auf in musisches: Freddy Kunz, Swing-House-Sextett, The Surfboard, Kappelle Maieriesli und René heiler Duo als auch kulinarisches wie das Mitternachtsbuffet, die Milchbar und der Bierkeller. Um Mitternacht lockt zusätzlich die Tombola mit herausragenden Preisen.

1966
Mai 14

Hochschulball 1966

Die Ballkommission erläutert im Prisma das Vorgehen des Hochschulballs dieses Jahr lautend auf vive la différence: 1. Begriffserklärung Ball: kein Sportgerät oder Endsilbe diverser Sportarten, sondern ein gesellschaftlicher Anlass; 2. Ballvorbereitung, 3. Balldurchführung, 4. Trümmerentfernung, 4. Wiederaufbau der Hochschule; 5. Wideraufnahme des Studiums.

1965
Mai 2

Hochschulball 1965

De Leitspruch Gloria Mundi wird mit vier bekannten Orchestern, namentlich Johnny Play and the Lucky Six, The 5 Blazers, Georges Zabratzky, Franz-Sepp Inauen und Freddy Zimmermann umrahmt. Folgende Episode wird im Prisma überliefert: Rektor hat Wellensittich bei Tombola gewonnen: dieser wurde kurzerhand bei der Bibliothek “installiert”. «Man hat uns vorgeschlagen, ihm das Sprechen beizubringen: «Bring die Bücher zurück!» oder «zeig die Bücher!». Aber der kleine grüne Wellensittich hat keine Freude am Lernen; er fühlt sich nicht als immatrikulierter Student. – Wir jedenfalls freuen uns an seinem vergnügten Pfeifen und hoffen nur, dass Herr Rektor nächstes Jahr am Ball nicht einen Elefanten gewinnt, denn wo sollten wir dann den in der Bibliothek unterbringen…?»

1964
Juni 13

Hochschulball 1964

Nach der Einweihung im vergangenen Jahr wird 1964 erstmals der Ball im Hochschulneubau durchgeführt. Kuben und Klänge, so nennt sich der Hochschulball, trägt verschiedenen studentischen Körperschaften auf, einzelne Hörsäle mit viel Phantasie der Zweckbestimmung anzupassen.

1963
Juni 29

Hochschulball 1963

Hochschulball 1963

1963 wird die neue Hochschule eingeweiht. Mit dem Motto de Schuss isch duss nimm dieses auch gleich Bezug auf den Hauptpreis der Tombola: eine echte Kanone. Weiter werden mehr als 1000 Tombolapreise versteigert, ein Rekord. Sieben Orchester sorgen im Schützengarten für den musikalischen Rahmen.

1962
Mai 19

Hochschulball 1962

Hochschulball 1962

Der Präsident der Ballkommission schreibt zum diesjährigen Ball vivat academia folgende Zeilen: «So trifft sich jedermann am Hochschulball! Wer eine angestammte Freundin hat, benützt gerne die Gelegenheit, ihr St. Gallen und den St. Gallern sie zu zeigen. Wem dies Vergnügen einstweilen noch vorenthalten ist, dem wird der Hochschulball als willkommener Vorwand dienen, um jenes holde Wesen, das es ihm schon längst angetan hat, endlich kennen zu lernen. In diesem Sinne hoffe ich vor allem auch, dass keine unserer Kommilitoninnen an diesem Abend fehlen werde.»

1961
Mai 27

Hochschulball 1961

Hochschulball 1961

Durenand, gegenand, mitenand nennt sich das dem Ball 1961 zugrunde liegende Motto. In den Hochschulnachrichten wird der Ball gelobt: Alles in allem: das «durenand» bezog sich sicher nicht auf die Organisation des Balles, das «gägenand» ebensowenig auf die einzelnen Paare und das «mitenand» treffend auf die gute Stimmung.».

1960
Mai 14

Hochschulball 1960

Hochschulball 1960

Unter dem Motto Janein, janein, ja, einem an die Abstimmung über den Hochschulneubau erinnerndes Thema wird am 14. Mai 1960 im Schützengarten gefestet. Wie auch in den Jahren davor startet der Festtag mit den Festaktivitäten zum Dies, es folgt der Fackelzug, bevor dann am Abend der traditionelle Hochschulball steigt.

1959
Mai 23

Hochschulball 1959

Hochschulball 1959

Modern Times nennt sich das Thema im Jahr 1959. Die Tombolalose sind rasant verkauft, es gibt einen Fernsehapparat, eine Damen-Armbanduhr von Longines und weitere attraktive Preise zu gewinnen. Höhepunkt hinsichtlich musischer Komponente bildet die britische Gruppe Radio Stars.

1958
Mai 10

Hochschulball 1958

Hochschulball 1958

Auch 1958 findet der Hochschulball im Schützengarten statt, diesmal unter dem Motto im Hohen Olymp. Ehrenpatron ist Herrn Landammann Dr. A. Roemer. Das Cedric-Dunant-Orchester und weitere Musikformationen bitten die Gäste zum Tanz.

1957
Mai 11

Hochschulball 1957

Hochschulball 1957

Mit dem Motto High Society mit Ehrenpatronat von Herrn Altbundesrat Dr. Karl Kobelt müssen natürlich auch die Gebote der High Society den Ballgästen im Ballführer nähergebracht werden. Einige Auszüge:
-Je auffallender deine Krawatte, umso bestechender deine Wirkung
-Wisse stets, was dein Mitmensch tun sollte, sogar besser als er selbst
-Wage es, deinen Kredit zu vergrössern, indem du einen grösseren Wagen auf Kredit kaufst
-Bewahre Haltung, das heisst: vertusche geschickt deine innere Haltlosigkeit
-Es ist nicht wichtig, was du beim Anhören von Musik empfindest: wenn du es nur verstehts, einer Erschütterung Ausdruck zu geben
-Lass dir durch nichts imponieren, denn sicherlich weisst du alles besser

1956
Mai 26

Hochschulball 1956

Hochschulball 1956

Im Ballführer, der allen Ballgästen ausgeteilt wird, werden Ratgeber für junge Männer veröffentlich. Dabei werden vier Typen von Frauen aufgeführt:
-Der schüchterne Schweiger  Verhaltungsmassregeln: schonend zu behandeln, lachen Sie nicht zu oft, aber doch so viel wie nötig ist
-Der etwas zynische Humorist  Merkmale: Äusserst gesprächsbereit. Das Gespräch bewegt sich zwischen dem Orchester und der Dekoration, welches beides mit einem spöttischen Lächeln abgetan wird. Verhaltungsmassregeln: Passen Sie auf, denn der zynische Humorist gehört zu den gefährlichsten Arten des Ballpartners.
-Der Schweigsame. Verhaltungsmassregeln: Nehmen Sie ein paar alte Packschnüre mit, sie sind sehr gut zum auf- und zuknüpfen.
-Der Fröhliche  Merkmale: lacht sehr oft und anhaltend. Über alles. Verhaltungsmassregeln: Gähne nicht zu oft, höre zu, vielleicht frägt sie Dich gerade, ob Du Tanzen willst.

1955
Mai 14

Hochschulball 1955

Hochschulball 1955

Auch 1955 wird Jazz hochgeschrieben. Der Musikact New Orleans Wildcats steht im Kontrast zur traditionellen Streichmusik. Auch Bert Grellmann und das Metronome Quartett entzücken mit tanzbegeisternden Rhythmen.

1954
Mai 15

Hochschulball 1954

Hochschulball 1954

Erstmals im Schützengarten verlocken vier Orchester die Ballgäste zum Tanz. Haupttreffer der Tombola ist eine elftägige Reise über Florenz, Rom, Neapel und mit dem luxusdampfer über Capri, Cannes nach Genua für zwei Personen.

1953
Mai 9

Hochschulball 1953

Hochschulball 1953

Unter dem Motto Maikäfer-Flieg findet der Hochschulball traditionellerweise in der Tonhalle statt. Erstmals wird das gesamte Gelände für den Ball in Anspruch genommen. Die Tombola verspricht grosse Preise wie ein Weekend im Palace-Hotel Luzern.